Basisinformationen zur Multiplen Sklerose

von Mario Jeschow

Die plötzliche Konfrontation mit der Erkrankung Multiple Sklerose wirft eine Vielzahl von Fragen auf. Eine erste unvoreingenommene und präzise Information hilft Ihnen, diese Fragen zu beantworten und dient als Grundlage für die Kommunikation mit den Fachleuten im Gesundheitswesen.

Was ist Multiple Sklerose (MS)?

Einfach übersetzt bedeutet multiple „viele“ und Sklerose, von skleros (=hart) abstammend, Narben. Dieser Ausdruck beschreibt die Schädigungen im Bereich von Gehirn und Rückenmark, dem sogenannten zentralen Nervensystem (ZNS). Heute wissen wir, dass MS eine entzündliche Erkrankung des ZNS ist, die bei jedem Patienten unterschiedlich verlaufen kann. Das zentrale Nervensystem steuert das Denken, die körperlichen Aktivitäten und Funktionen per Signalübermittlung. Die einzelnen Signale werden über Nervenfasern übertragen. Diese Nervenfasern sind wie elektrische Kabel mit einer Art Schutz- bzw. Isolierschicht umgeben, dem sogenannten Myelin. Kommt es zu einer, durch einen immunologischen Prozess ausgelösten Entzündung im Bereich des Myelins, entstehen Übertragungsfehler. Dies äußert sich in den jeweiligen Symptomen wie Kribbeln, Gefühlsverlust, Sehstörungen, Schwierigkeiten beim Gehen.

Welche Symptome auftreten, hängt davon ab, welcher Teil des zentralen Nervensystems betroffen ist.

Kommt es zu neuen Störungen mit entsprechenden Entzündungsherden, nennt man dies einen Schub. Ein Schub entsteht nicht plötzlich, sondern entsteht über Stunden und Tage, ebenso benötigt es einige Zeit bis sich die Symptome wieder zurückbilden. Die Rückbildung kann vollständig sein oder unvollständig. Über die Zeit kann es durch die unvollständige Rückbildung der Ausfälle und Narbenbildung zu einer Zunahme von Behinderungen kommen.

Was geschieht im Körper: