Fazit

Die Multiple Sklerose ist eine über viele Jahre gehende, chronische Erkrankung, bei der es noch zahlreiche Unbekannte gibt. Obwohl sie eine familiäre Häufung zeigt, ist sie keine genetische Krankheit. Obwohl Umweltfaktoren, vermutliche Infektionen, eine Rolle in der Entstehung spielen, ist sie keine Infektionserkrankung, mit der man sich anstecken kann.

Über unterschiedliche, sich im Verlauf auch ändernde Mechanismen führt die MS zu Schädigungen im Gehirn und Rückenmark. Das Nervensystem kann diese Schädigungen zum Teil ersetzen oder ausgleichen. Außerdem scheint die MS auch nach vielen Jahren der aktiven Erkrankung wieder verschwinden zu können, ohne dass man dies individuell merken muss.

Es darf daher nicht verwundern, dass es in manchen Fällen nicht leicht ist, die Diagnose Multiple Sklerose zu stellen, dass die Wirksamkeit von Therapien bei einzelnen Betroffenen so unterschiedlich ist und dass der Verlauf dieser Erkrankung so schwer zu vorherzusehen ist.