Zuschüsse & Vergünstigungen für Autofahrer

Alle hier erwähnten Zuschüsse und Vergünstigungen sind nur unter dem Nachweis einer Gehbehinderung möglich. Als amtlicher Nachweis dafür können Sie folgende Dokumente verwenden:

Bei den Förderungen und Vergünstigungen für Autofahrer und –fahrerinnen gibt es einerseits jene Förderungen, die auf einen beruflichen Kontext bzw. eine Ausbildung bezogen sind. Und andererseits gibt es Vergünstigungen, welche sich in Form von Steuerfreibeträgen äußern.

Berufstätige, Arbeitsplatzsuchende und Personen in Ausbildung

Folgende Förderungen des Bundessozialamtes sind nur für Personen zugänglich, die zum Zwecke der Berufsausübung, der Arbeitsplatzsuche oder einer Ausbildung ein eigenes Auto anschaffen müssen. Allgemeine Voraussetzung neben dem Nachweis der Gehbehinderung ist darüber hinaus der:

Zuschuss zur Erlangung des Führerscheins

Bei der Erlangung des Führerscheins können unter den oben genannten Bedingungen bis zu 50 % der Kosten vom Bundessozialamt gefördert werden.

Zuschuss zum Erwerb eines Autos

Hierbei sind gekaufte, geleaste und führerscheinfreie Fahrzeuge förderbar. Neben dem Nachweis der Gehbehinderung und der „Zugehörigkeit zum Personenkreis der begünstigten Behinderten“ sind hier auch Einkommensgrenzen zu berücksichtigen. Ebenso ist zu beachten, dass die Rechnung und die Zulassung des neu erworbenen Fahrzeuges auf den/die AntragstellerIn ausgestellt werden muss. Dies ist auch Voraussetzung, wenn der/die AntragstellerIn nicht selbst fährt bzw. fahren kann! Wenn kein eigener Führerschein vorliegt, so muss nachvollziehbar sein, dass das Auto überwiegend für die Person mit Gehbeeinträchtigung verwendet wird.

Nähere Infos zu den Zuschüssen und die aktuellen Förderhöhen finden Sie hier.

TIPP für Berufstätige: Unter der Rubrik „Mobilitätszuschuss“ finden Sie auch Informationen zur pauschalen Zuzahlung des Bundessozialamtes für Mehrkosten im Zusammenhang mit einer Gehbehinderung und einer Berufstätigkeit.

Steuervergünstigungen

Monatlicher Freibetrag

Bei der ArbeitnehmerInnenveranlagung können Sie mit einem Nachweis der Gehbehinderung einen monatlichen Steuerfreibetrag geltend machen, wenn Sie auf die Benützung eines eigenen Autos angewiesen sind. Hierbei geht es auch um private Fahrten und Ihre Mobilität im Alltag. Wenn Sie über kein eigenes KFZ verfügen, können Sie auch Ihre monatlichen Taxikosten geltend machen. (Hier bitte unbedingt die Rechnungen aufbewahren!)

Nähere Informationen zu den monatlichen Steuerfreibeträgen finden Sie hier.

HINWEIS bei Auto-Neuanschaffung: Die frühere Rückvergütung der „Normverbrauchsabgabe“ (NoVA), welche bei einer Neuanschaffung eines KFZs anfällt, wurde mit 1.1.2011 abgeschafft. Stattdessen wurde der oben erwähnte monatliche Freibetrag von 153 € auf 190 € erhöht.

Befreiung von der motorbezogenen Versicherungssteuer

Diese Vergünstigung bezieht sich auf die Haftpflichtversicherung fürs Auto. Hierbei können Sie sich auf Antrag bei Ihrem Versicherungsunternehmen von der sogenannten „motorbezogenen Versicherungssteuer“ (früher KFZ-Steuer) befreien lassen. Auch hier müssen Sie Ihre Gehbehinderung entweder durch Zusatzeintragung im Behindertenpass oder den Parkausweis nach § 29b StVO nachweisen. Darüber hinaus sind folgende Voraussetzungen zu erfüllen:

Die notwendigen Unterlagen und die Abgabenerklärung müssen Sie bei Ihrer Versicherung einreichen. Diese leitet dann Ihren Antrag an das zuständige Finanzamt weiter.

Das Abgabenformular finden Sie hier.

Nähere Informationen zu den Steuerfreibeträgen finden Sie auch hier.

Gratis Autobahnvignette

Wenn Sie einen Behindertenpass mit der Zusatzeintragung „Unzumutbarkeit der Benützung öffentlicher Verkehrsmittel“ besitzen, können Sie sich für Ihr Auto (Zulassung auf Ihren Namen!) eine gratis Autobahnvignette beim Bundessozialamt ausstellen lassen.

Der Antrag ist bei der zuständigen Landesstelle des Bundessozialamtes zu stellen.

Nähere Informationen finden Sie auch hier.

TIPP: Wenn Sie bereits eine Mautvignette gekauft haben, können Sie unter den oben genannten Voraussetzungen eine Rückerstattung der Kosten beantragen. Das Antragsformular erhalten Sie beim Bundessozialamt. Der Antrag ist dann direkt an die Mautgesellschaft zu stellen:

ASFINAG MAUT SERVICE GMBH

Alpenstraße 99
5020 Salzburg

Gratis Hotline: 00800 400 12 400