Risikopersonen erhalten ab 10. April Impfeinladung

Ab 10. April werden Risikopatientinnen und -patienten mit einem Brief zur vorgezogenen Impfung eingeladen. Um diese Personen zu identifizieren, werden Daten, die den Sozialversicherungen aufliegen, analysiert. Menschen, die aktuell starke Medikamente für Vorerkrankungen einnehmen, die einen schweren Verlauf einer COVID-Infektion wahrscheinlich machen, sollen so herausgefiltert werden. Sind diese Personen noch nicht geimpft, werden sie angeschrieben und über ihren Anspruch informiert.

v.l.n.r.: Peter Lehner, Obmann der Sozialversicherung der Selbständigen (SVS) und Vorsitzender der Konferenz der Sozialversicherungsträger; Dr. Evelyn Walter, Geschäftsführerin des Instituts für Pharmaökonomische Forschung; Mag. Renee Gallo-Daniel, Präsidentin des Österreichischen Verbandes der Impfstoffhersteller (ÖVIH) beim virtuellen Pressegespräch zum Thema „Was bringt die COVID-19-Impfung dem Einzelnen und der Gesellschaft?“, Foto: FINE FACTS/ Uta Müller-Carstanjen

v.l.n.r.: Peter Lehner, Obmann der Sozialversicherung der Selbständigen (SVS) und Vorsitzender der Konferenz der Sozialversicherungsträger; Dr. Evelyn Walter, Geschäftsführerin des Instituts für Pharmaökonomische Forschung; Mag. Renee Gallo-Daniel, Präsidentin des Österreichischen Verbandes der Impfstoffhersteller (ÖVIH) beim virtuellen Pressegespräch zum Thema „Was bringt die COVID-19-Impfung dem Einzelnen und der Gesellschaft?“, Foto: FINE FACTS/ Uta Müller-Carstanjen

Ab 10. April 2021 erhalten Menschen mit einem hohen Risiko für einen schweren Verlauf im Fall einer COVID-19-Erkrankung einen Brief, mit dem sie zu einer vorgezogenen Impfung eingeladen werden. Das erklärte Peter Lehner, Obmann der Sozialversicherung der Selbständigen (SVS) und Vorsitzender der Konferenz der Sozialversicherungsträger, bei einem virtuellen Pressegespräch des Österreichischen Verbandes der Impfstoffhersteller (ÖVIH). 

Eigentlich hat die Sozialversicherung bereits im Vorjahr potenzielle Covid-19-Risikopatienten auf der Basis von Medikamenten- und Therapiedaten für den Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerschutz ausgehoben, doch erst ab 10. April sollen Risikopersonen zur Impfeinladung angeschrieben werden. Man werde das im Auftrag der Bundesregierung möglichst rasch umsetzen, so Lehner.

Im Rahmen des Vorhabens werde man anhand der Daten der Sozialversicherungsträger analysieren, wer in Österreich aktuell starke Medikamente gegen Vorerkrankungen, die die Wahrscheinlichkeit eines schweren Covid-19-Verlaufes erhöhen, einnimmt und daher „höchstwahrscheinlich ein Risikopatient ist. Viele aus dieser Gruppe seien zwar bereits geimpft worden, „die noch nicht geimpft wurden, schreiben wir an und informieren sie, dass sie aufgrund unseres Schreibens vorrangig auch Anspruch auf eine Impfung haben“, sagte Lehner.

Der genaue Startzeitpunkt der Aktion werde aktuell noch mit dem Gesundheitsministerium abgestimmt. Man wolle unbedingt vermeiden, dass man Menschen ein Anrecht auf eine Impfung in Aussicht stellt, ohne dass zu dem Zeitpunkt genug Vakzin vorhanden ist. Lehner: „Wir wollen nur dann informieren, wenn der Impfstoff auch wirklich für die Menschen da ist.“

Quelle: rüm/APA