Hilfsfonds

Es gibt verschiedene Hilfsfonds, die Sie in finanziellen Notlagen ansprechen können. Diese Hilfeleistungen sind in der Regel zweckgebundene, einmalige finanzielle Aushilfen, auf die kein Rechtsanspruch besteht. Für eine Unterstützung muss ein offizieller Antrag beim in Frage kommenden Hilfsfonds gestellt werden, der nach einer individuellen Prüfung entschieden wird. Ebenso müssen folgende Grundvoraussetzungen erfüllt sein:

Hier finden Sie nun einen kurzen Überblick zum Thema Hilfsfonds in Österreich:

Hilfe in besonderen Lebenslagen

Diese einmalige Hilfe aus dem Bereich der „Bedarfsorientierten Mindestsicherung“ kommt vor allem für Personen mit einem sogenannten Mindesteinkommen in Frage. Als Notlagen werden hier insbesondere Mietrückstände, Energiekosten und Kosten zur Wohnraumbeschaffung (Umzug) und Erhaltung (Reparaturen Gerätschaften) angegeben. Wenden Sie sich für einen Antrag auf sogenannte „Hilfe in besonderen Lebenslagen“ bitte an das für ihren Wohnsitz zuständige Sozialamt.

Nähere Informationen zur Bedarfsorientierten Mindestsicherung in Ihrem jeweiligen Bundesland finden Sie hier.

Unterstützungsfonds der Pensionsversicherungen

Für PensionistInnen und Versicherte gibt es bei den Pensionsversicherungsanstalten den sogenannte „Unterstützungsfonds“, den Sie bei unverschuldeten Notlagen (z.B. Behinderung) und unvorhersehbaren Ereignissen (z.B. Begräbniskosten) ansprechen können. Hier können Sie auch um Unterstützung für barrierefreie Umbauten ansuchen. Bitte informieren Sie sich hierfür bei Ihrer zuständigen Pensionsversicherungsanstalt.

Nähere Informationen zum Unterstützungsfonds der PVA und das Antragsformular finden auch hier.

Hier finden Sie nähere Informationen zum Unterstützungsfonds der SVA. Das Antragsformular finden Sie hier (PDF).

Unterstützungsfonds der Krankenversicherungen

Bei außerordentlich hohen Ausgaben im Zusammenhang mit einer Erkrankung können Sie sich an den Hilfsfonds der Krankenversicherungen wenden. Hier sind insbesondere hohe Kosten in Bezug auf die Krankenbehandlung (Arztkosten, Hilfsmittel etc.) einreichbar. Der Antrag ist bei Ihrem zuständigen Sozialversicherungsträger zu stellen.

Nähere Informationen und die Antragsformulare der verschiedenen Krankenversicherungsanstalten finden Sie auch hier.

Unterstützungsfonds des Bundessozialamtes

Beim sogenannten „Unterstützungsfonds für Menschen mit Behinderung“ können Personen mit behinderungsbedingten Ausgaben einen Antrag auf Unterstützung bei der jeweiligen Landesstelle des Bundessozialamtes stellen. Damit sind z.B. außergewöhnliche finanzielle Belastungen durch barrierefreie Umbauten (Treppenlifter, Badezimmerumbauten etc.), aber auch andere soziale Notlagen gemeint, die mit einer Behinderung im Zusammenhang stehen.

Nähere Informationen und das Antragsformular finden Sie hier.

Hilfsfonds der Österreichischen Multiple Sklerose Gesellschaft

Neben den Unterstützungsfonds der öffentlichen Stellen gibt es in Österreich für Multiple Sklerose Betroffene auch die MS-Gesellschaften. Durch einen Spendentopf von „Licht ins Dunkel“ kann hier subsidiär – also nach Abklärung der Ansprüche bei öffentlichen Stellen – bei Notlagen um einmalige finanzielle Individualhilfe angesucht werden.

ACHTUNG! Das bedeutet, hier kann erst nach Abklärung bei den oben genannten Unterstützungsfonds über eine weitere zusätzliche Unterstützung entschieden werden. Bitte klären Sie demnach zuerst ab, ob Sie alle öffentlichen Ansprüche ausgeschöpft haben.

Nähere Informationen sowie das Antragsformular erhalten Sie bei der Österreichischen MS-Gesellschaft (ÖMSG) bei

Frau Andrea Dürmoser

c/o Univeristätsklinik f. Neurologie
AKH Wien
Währinger Gürtel 18-20
1090 Wien
Tel. 01 40400-3123
andrea.duermoser@oemsg.at

ACHTUNG! Für Wiener Patienten hat die Wiener MS-Gesellschaft die Abwicklung der Anträge übernommen. Bitte wenden Sie sich hierfür direkt an die Wiener MS-Gesellschaft. Nähere Informationen zu den Kontaktdaten finden Sie hier.